|
Wien: Marianne Rosenberg, Irmgard Knef, Nina Hagen, Cora Frost, Chris Kolonko oder Malediva - alle gemeinsam in Wien?
 Was haben diese Künstler mit Homosexualität zu tun? Ganz einfach: Alle sind sogenannte 'Homosexuellen-Ikonen' und treten im Juni in der Wiener Stadthalle auf. Uferlos, 'das Kulturfestival der etwas anderen Art' hat dieses Jahr einige ganz besondere 'Schmankerl' im Programm.Â
Â
Das ungewöhnliche, zweiwöchige Kulturfestival 'der anderen Art' garantiert also auch heuer wieder ein 'schillerndes Vergnügen' mit absoluten Highlights. Nach dem erfolgreichen Start dieses Festivals im Vorjahr findet nun Uferlos erstmals in der Wiener Stadthalle statt und bringt absolute Top-Künstler nach Wien. Die Palette reicht auch heuer wieder von Kabarett über Chanson, Pop und mitreißendem Rock, bis hin zu Verwandlung auf höchsten Niveau.
Â
Start ist gleich am 18. Juni, wenn Marianne Rosenberg (Halle F, 20h). Diese Ikone der deutschen Rock- und Pop-Szene braucht man nicht mehr vorzustellen. Ihre Karriere begann bereits in den 70er-Jahren, und wer sich so lange im Show Biz hält, über dessen Qualität gibt es nichts zu diskutieren. Ihre Hits wie: 'Er gehört zu mir', 'Lieder der Nacht' oder 'Herz aus Glas' werden auch heute noch in jeder Gay-Bar gespielt und fleissig mitgesungen und -geschunkelt. Natürlich bringt Marianne Rosenberg aber auch neuere, nicht weniger gute Lieder und Ohrwürmer.
Â
Danach folgt am 24. Juni Irmgard Knef (Halle E, 20h). Auch er/sie bedarf keiner Vorstellung. Die deutsche Autorin, Schauspielerin und Chansonniere aus Sindelfingen ist in Wien bereits mehr als bekannt. Sie bringt ihr Tournee-Programm 'Mein Wien - Ein Wienerliedabend à la Irmgard Knef, entstanden bereits 2007, aber immer noch ein Hit.Â
Â
Cora Frost ist am Tag danach, den 25. Juni (Halle E, 20h), zu Gast: Kabarett ist es auf keinen Fall, Chanson auch nicht richtig. Zumindest nicht im deutschen Sinn, denn da hat es etwas Anrüchiges oder Pikantes. Chanson im französischen Begriff schon eher. Frauentheater auch nicht... Ich weiß nicht, was es ist," beschreibt Cora ihre Kunst. Nun: Wir wissen es auch nicht. Aber das, was die Münchnerin präsentiert, hört sich großartig an!
Â
Nina Hagen ist dann am Samstag, den 26. Juni (Halle D, 20h) an der Reihe: Sie ist wohl die schrillste Persönlichkeit, die Deutschland auf dem Gebiet des Punk jemals hervorgebracht hat, DER Paradiesvogel schlechthin. Die (ehemals) Ost-Berliner Sängerin ist die Punk-Rock-Diva schlechthin. Unseres Wissens nach war Nina Hagen das letzte Mal im März 2008 zum Lifeball in Wien, wo sie ihren Song 'Kinky Melody' vorstellte.
Â
Alfred Biolek folgt am 29. Juni (Halle E, 20h). Nach vier Jahrzehnten in der deutschen TV-Unterhaltung ging er auf die Bühne und erzählt uns seitdem seine Geschichte. Sie könnte heißen: "Wie einer auszog, das Fernsehen zu lernen." Es ist die erstaunliche Geschichte von einem Juristen, der als Que(e)r-Einsteiger inzwischen zu den prominentesten Persönlichkeiten dieses Mediums zählt, obwohl er nie dem Quoten versprechenden Mainstream gefolgt ist. Biolek folgte immer dem eigenen Geschmack und wusste das Populäre mit dem Elitären zu verbinden. In der Stadthalle referiert er zu dem Thema 'Mein Theater mit dem Fernsehen' - und wer Biolek kennt, weiß: Das wird ein 'ganz großes Theater'.
Â
Tim Fischer wird dann am 30. Juni (Halle E, 20h) folgen, der mit seiner Show 'Das Konzert' einen Strauß aus den ultimativ schönsten Liedern binden wird, die ihn in seiner zwanzigjährigen Chanson-Karriere begleitet haben. Von der 'Rinnsteinprinzessin' bis zu Liedern, die einst Zarah Leander sang, bis hin zum 'Großen schwarzen Vogel' von Ludwig Hirsch. Der großartige Entertainer mit der unverwechselbaren Stimme wird am Flügel von Rainer Bielfeld und Rüdiger Mühleisen begleitet.
Â
Die Gruppe Malediva am 1. Juli (Halle E, 20h) bringt mit ihrem sechsten Programm 'Ungeschminkt' ihre bisher aufwendigste Produktion. In der ersten Hälfte der Show darf man Tetta Müller und Lo Malinke dabei zusehen, wie sie von ihrer Hochzeitsfeier ins heimatliche Wohnzimmer zurückkehren und versuchen, ihr neues Leben als Ehepaar zu meistern. In 10 neuen Songs ziehen die beiden sämtliche Register ihres Könnens, zeigen sich als Steitende, als romantisch Liebende, als erbittert Spottende, als urkomisch agierende und immer unberechenbar improvisierende Bühnenwesen. Der zweite Teil der Show überrascht dann mit einem glamourösen Kostümwechsel und der barhocker-erprobten Showvariante ihres immerwährenden Streitgespräches.
Â
Mit gleich zwei Travestiekünstlern, Chris Kolonko und dem Duo Peggy & Meggy and friends findet Uferlos dann am 2. Juli (Halle, 20h) einen krönenden Abschluss, sieht man natürich von der Regenbogenparade am 3. Juli ab. Chris Kolonko wird vielen bereits als Verantwortlicher zahlreicher Palazzo-Dinnershowspektakel bekannt sein. Chris, 'die schönste Frau Münchens', überrascht immer wieder mit enormer Kreativität, Vielseitigkeit und Professionalität und sorgt auf sehr anspruchsvolle Weise stets für Begeisterung. Peggy & Meggy hingegen parodieren internationale Top-Stars wie Amy Winehouse, Lady GaGa, Whitney Houston, Madonna, Barbra Streisand, Tina Turner, Karel Gott und viele mehr. "Ob sie so oder so oder anders sind", ist bei ihren Shows nie die Frage gewesen. Vielmehr fragen sich viele immer öfter: "Wie machen die das?". So ziehen sie auch in ihrer neuen Show 'A Brand New Day' mit einem Mix aus Conference, Parodie, Imitation und Verwandlungskunst auf hohem Niveau alle Register.
Â
Der Kartenvorverkauf hat übrigens bereits begonnen: Die Preise bewegen sich zwischen 32 und 58 Euro. Schnell zuschlagen, die besten Plätze werden sehr schnell ausverkauft sein!
Â
Bilder:Â Kajetan Kandler, Barbara Dietl, Benno Kraehahn, Amber Grey, Mitja Arzensek, Prominence For Charity, Robert Recker, Axe Munz (je 1, von oben nach unten) |
Kommentare