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Wien: "HIV/AIDS-infizierte Frauen - Auf jeden Fall sehr weit weg, fremd, leise, kaum hörbar und leicht auszublenden."
 Bereits zum fünften Mal liest aus Anlass des Internationalen Welt-AIDS-Tages eine Frau gegen AIDS. Heuer ist die in Deutschland geborene Therapeutin Andrea Pauli zu Gast und will mit ihrer Lesung darauf aufmerksam machen, dass in Österreich rund ein Drittel der HIV/AIDS-infizierten Personen weiblich sind.
Andrea Pauli, seit 1992 auch aktives Mitglied des Ersten Wiener Lesetheaters, blickt bisher auf über 200 Lesungen zurück und wird ausgewählte Texte zum Thema Frauen und HIV/AIDS lesen. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgen SA!KE.
Die Lesung steht unter dem Ehrenschutz von Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst und wird von der Aids Hilfe Wien mit Unterstützung des Österreichischen Frauenringes veranstaltet. Ziel ist es, eine breite Öffentlichkeit auf das Thema 'Frauen und AIDS' aufmerksam zu machen. Weltweit sind mehr als die Hälfte aller Menschen, die mit HIV/AIDS leben, Frauen. In Österreich ist etwa ein Drittel der Betroffenen weiblich. Als HIV-infizierte Frau in Österreich zu leben, bedeutet, sich entweder zu verstecken oder sich mit Stigmatisierung, Diskriminierung und Intoleranz auseinandersetzen zu müssen. Andrea Pauli möchte durch ihre Lesung HIV-infizierte Frauen unterstützen und auf sie aufmerksam machen, wie eines ihrer Zitate aufzeigt: "Mit HIV-infizierte Frauen verbinden wir oft immer noch Frauen in einem Lebenskontext, der weit von unserem eigenen, vertrauten erscheint. Auf jeden Fall sehr weit weg, fremd, leise, kaum hörbar und leicht auszublenden. Diesen Frauen eine Stimmung zu geben, sie in unsere Nähe zu rücken und in Zorn laut und unüberhörbar zu machen, das ist unser Anliegen!"
Die Lesung findet am 8. November 2009 um 11:00 Uhr im Museum of Young Art (MOYA) in der Löwelstrasse 20, 1010 Wien statt. Der Eintritt ist frei (gegen eine freiwillige Spende hat jedoch niemand etwas einzuwenden).
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