| Zürich gibt Gas |
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| Dienstag, den 03. Februar 2009 um 02:00 Uhr |
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 Neben Zürich hatte sich bekanntlich auch Mannheim und Tel Aviv als Austragungsort für die Europride 2009 beworben. Nicht zuletzt wegen der großen Unterstützung des Bewerbers Zürich durch die städtischen Behörden, den Tourismusorganisationen und vieler lesbischwuler Vereine und Organisationen gewann Zürich die Mehrheit der Delegiertenstimmen der EPOA bei der Konferenz am 8. Oktober 2006 in Madrid und wird das Großevent, zu welchem etwa 80.000 bis 100.000 Teilnehmer und Besucher erwartet werden, heuer vom 2. Mai bis zum 7. Juni ausrichten.  Höhepunkt wird die CSD-Parade am 6. Juni um 14:00h sein, zu welchem etwa 50.000 zusätzliche Besucher aus dem In- und Ausland erwartet werden. 'Das schwul-lesbische Segment zeichnet sich durch hohe Reisefreudigkeit, Markenloyalität, überdurchschnittliches Einkommen und Nebensaison-Affinität aus', meint Urs Eberhard, Marketingleiter und Vizedirektor der Schweiz Tourismus und rechnet vor, dass bei durchschnittlich 50.000 Übernachtungen und geschätzten Tagesausgaben von 250 Franken (170 Euro) die Schwulen und Lesben pro Jahr etwa 12 Millionen Franken (8,07 Mill. Euro) in der Schweiz lassen würden. Demgegenüber stehen jährliche Werbeausgaben für Broschüren und ähnlichem, die sich besonders an Schwule und Lesben richten, von 160.000 Franken gegenüber. Heuer will die Schweiz Tourismus im Hinblick auf die Europride diese Ausgaben auf die Rekordsumme von 200.000 CHF (135.000 Euro) erhöhen. So tritt die Schweiz beispielsweise als Hauptsponsor einer lesbischwulen Clubnacht in London, veranstaltet Pressereisen nach Zürich oder ist auf zahlreichen Reisemessen - vor allem jenen, die auf schwules und lesbisches Publikum zugeschnitten sind - vertreten. Zusätzliche Nächtigungszahlen kann nämlich auch die Schweiz dringend brauchen, wie aktuelle Zahlen der Statistik beweisen. So musste sie im November 2008 mit 1,7 Millionen Übernachtungen einen Rückgang von immerhin 6,8% gegenüber dem Jahr 2007 hinnehmen. Noch stärker war der Rückgang mit 8,6% bei den ausländischen Gästen bemerkbar. Die Tourismusregion Zürich selbst verzeichnete mit Minus 34.000 Übernachtungen den absolut größten Rückgang.  Zürich Tourismus ist jetzt gerade dabei, eine neue Werbebrochüre zu erstellen, die sich vor allem an schwules und lesbisches Publikum in England und den USA richten soll. Geschossen wurden die darin enthaltenen Fotos natürlich bereits im letzten August, als es in Zürich noch schön warm war. Die Models - Event-Organisator Rolando Fusco mit seinem Freund Jwan Tschopp - wurden als Models ausgewählt und durften sich halbnackt und entspannt am Zürisee räkeln oder in diversen Locations einen gepflegten Drink zu sich nehmen. Übrigens: nicht alle gay- oder gayfreundlichen Lokale oder Betriebe wollten auf den Werbebildern vorkommen. Selbst das angeblich 'schwule Label' Dolce & Gabbana lehnte es ab.  Bild: zürich tourismus europride    |



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