| Sexreport 2008 |
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| Dienstag, den 23. September 2008 um 00:00 Uhr |
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 Wie Dr. Jakob Pastötter von der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS) 'mit gutem Gewissen' erklärte, handelte es sich dabei um die größte Sexstudie, die jemals in Deutschland durchgeführt wurde. 55.000 Deutsche haben über 200 intime Fragen zu ihrer Sexualität beantwortet, 100 Personen haben sich zudem einer Reihe von wissenschaftlichen Experimenten unterzogen. Das Ergebnis dieser Studie wird nun im Rahmen der Sendereihe 'Sexreport 2008' in 5 Teilen auf Pro7 ausgetrahlt.   Mehr als anzuzweifeln: angeblich nur 1,8% sind homosexuell   Die Studie spricht davon, dass es in Deutschland angeblich nur 1,8% Homosexuelle geben soll. Das ist selbst für Dr. Pastötter 'äußerst merkwürdig', zumal doch die renomierten Studien von Kinsey von einem Anteil an Homosexuellen an der Gesamtbevölkerung von bis zu 10% sprachen. Dr. Pastötter erklärt diese Diskrepanz einerseits damit, dass Kinsey gefragt hätte, wer überhaupt jemals einen gleichgeschlechtichen Orgasmus erlebt hätte (was natürlich deutlich mehr Personen sind, als es Homosexuelle gebe) und dass sich andererseits viel weniger Deutsche selbst als homosexuell begreifen würden, sondern sich lieber als bisexuell sehen. Plausibler als diese beiden Lösungsansätze Dr. Pastötters finden wir, dass sich einfach wesentlich weniger homosexuell veranlagte Deutsche dieser 'Studie' zur Verfügung gestellt haben. Immerhin wurden die Probanten dazu nicht aus einem repräsentativen Sample, sondern nach freiwilliger Meldung im Internet ausgewählt. 'Allgemeine Tendenzen' im Sexualleben der Deutschen mag die Studie daher widerspiegeln können, die tatsächliche wissenschaftliche Aussagekraft, besonders in so speziellen Themen wie 'Prozentsatz an Homosexuellen' ist jedoch sehr zu bezweifeln.  60 Milliarden Umsatz jährlich für die Sexindustrie  Angeblich haben die Deutschen durchschnittlich 139 mal pro Jahr Sex, wobei die durchschnittliche Dauer 15 Minuten beträgt (Vorspiel nicht eingerechnet). Das ist um 9 mal mehr und um 7 Minuten länger als noch vor 40 Jahren. Auch mit Pornografie wird heute wesentlich offener umgegangen, wobei Porno-Kinos oder DVS's fast schon wieder der Vergangenheit angehören. Der 'Porno-Boom' sei hauptsächlich dem Internet zu verdanken. 25% aller Anfragen bei Suchmaschinen würden schon pornografische Begriffe betreffen, 12% aller Internetseiten haben pornografischen Inhalt, und täglich kommen etwa 260 neue derartige Seiten hinzu. Jährlich wird damit ein Umsatz von 60 Milliarden Euro Umsatz erzielt.  Potenzpillen im Vormarsch, Oral- und Analsex sehr beliebt  Ab 30 würde jeder 5. Mann Schwierigkeiten haben, dann zu können wenn er sollte. Ab 40 ist, Schätzungen zufolge, sogar jeder 2. davon betroffen. Hauptgrund dafür ist ungesunde Lebensführung. Immerhin hilft seit 1998 eine Pille dem schwächelnden Mann. 2007 haben bereits 5 Millionen Deutsche auf Potenzpillen zurückgegriffen, das ist immerhin fast jeder 4. Mann im geschlechtsreifen Alter.  91% aller Deutschen praktizieren Oralsex, immerhin 49% auch Analsex. Wenig überraschend dabei, dass bei den Männern der Oralsex zu den beliebtesten Praktiken zählt, während von den Frauen eher konservativ die Missionarsstellung bevorzugt wird. Geschlechtsübergreifend auf Platz 1 steht 'Doggy-Style', also von hinten, Platz 2 ist die 'Reiterstellung' vor eben der Missionarsstellung und dem Oralsex. Dahinter noch die 'Löffelchen-Stellung' und 'Sex im Sitzen'.  Die nächste Folge wird übrigens am Samstag, den 27. September um 22:15h auf Pro7 ausgestrahlt und beschäftigt sich mit dem 'neuen sexuellen Selbstbewusstsein der Frau', am 4. Oktober folgt dann 'Der Rollenwandel des Mannes vom MAcho zum einfühlsamen Liebhaber', am 11. Oktober 'der Aufklärungsnotstand bei Jugendlichen' und den Schluss macht am 25. Oktober 'Die Spielarten monogamer und freier Liebe'.  Bild: gayösterreich.at |



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