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SchwachPerfekt 
Montag, den 08. März 2010 um 01:40 Uhr

Forscher fanden 'schlafendes HI-Virus' im KnochenmarkDetroit: Das HI-Virus kann sich auch im Knochenmark einnisten und dort einer medikamentösen Behandlung widerstehen.

USA gay Das Virus kann sich auch im Knochenmark, den Hoden, Gehirn und sogar den Augen einnisten und dort 'warten', bis eine antiretrovirale Behandlung beendet wird. Dann führt es zu einer neuerlichen Infektion. Das Ende einer lebenslangen Therapie mit Medikamenten ist daher im Moment noch nicht in Sicht.  

 

Wissenschaftler der Universität von Michigan haben nun herausgefunden, dass sich einige Formen des HI-Virus entgegen der bisherigen wissenschaftlichen Meinung sehr wohl auch in den blutbildenden Zellen des Knochenmarks einnisten können und dort eine Behandlung mit den derzeit auf dem Markt erhältlichen Medikamenten unbeschadet überstehen können. Zwar waren sogenannte latent infizierten Zellen, die sich in diesem Stadium nicht vermehren und somit auch kaum nachgewiesen werden können, auch schon in Hoden, Augen und sogar dem Gehirn entdeckt worden, bisher war jedoch eigentlich angenommen worden, dass zumindest das Knochenmark gegenüber diesen Viren resistent ist. Nach einer antiretroviralen Behandlung können sich diese Viren dann wieder ungehindert im Körper des Patienten ausbreiten und so für eine neuerliche Infektion sorgen. Diese Entdeckung , denn scheint es nunmehr doch so zu sein, dass HIV-infizierte Personen auf eine lebenslange Einnahme der Medikamente angewiesen sind.

 

Um somit eine wirkungsvolle Behandlung ermöglichen zu können, wollen sich die Wissenschaftler nun besonders auf diese latent infizierten Zellen, die zudem leider oft auch noch besonders langlebig sind, konzentrieren. Erst dann, so Kathleen Collins von der University of Michigan, könne eine Therapie von der bisher lebenslang notwendigen Medikamenteneinnahme auf einige Monate oder Jahre beschränkt werden. Bisher auf dem Markt erhältliche antiretrovirale Medikamente dämmen zwar das Virus ein, können es jedoch eben nicht vollständig vernichten.

 

Das Finden von wirksamen Mitteln gegen die Krankheit gestaltet sich jedoch auch aufgrund der offenbar hohen Wandlungsfähigkeit des Virus so schwierig. Vorbeugung durch ausschließlich geschütztem Sexualverkehr ist daher immer noch das einzig wirksamme Mittel gegen eine HIV-Infektion.

 

Bild: university of michigan

 

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