| Google Handy G1 |
| Mittwoch, den 21. Januar 2009 um 02:00 Uhr |
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  Mit Erscheinen des neuen Google Handys G1 versichert der Internet-Giganten, damit keinerlei 'böse Hintergedanken' bezüglich Privatsphäre des Nutzers zu haben. Google wird betont vielmehr, dass das neue Handy mit der 'Open Handset Alliance' die Vormachtstellung von Nokia und Microsoft eindämmen soll. Folgerichtig verwendet Google daher das Linux-Betriebssystem Android im Open-Source Mode: der Programmcode ist größtenteils einsehbar und es fallen keinerlei Lizenzkosten an.  Das Handy selbst, das bei HTC in Taiwan gebaut wird, wirkt aufgrund seiner Größe und Gewicht auf den ersten Blick bereits antiquiert, auch die Menüsteuerung scheint etwas gewöhnungsbedürftig. Die Tastatur, die sich jedoch nach dem Aufklappen des Handys präsentiert, ist jedoch entsprechend und auch die Grundausstattung entspricht dem Stand der Technik: von Wireless-Lan, UMTS, HSDPA und GPS-Modul ist alles 'lebensnotwendige' vorhanden. Eine entsprechende Navi-Software fehlt aber leider. Seine Stärke spielt das Google G1 jedoch aus, sobald es in Betrieb genommen wurde. Das Display mit einer Auflösung von 320x480px  reagiert auf Fingerberührung und alle Basisfunktionen lassen sich schnell erreichen. Ebenso klar und übersichtlich gestaltet sind die Menüs. Ins Internet geht man natürlich mit dem Google-eigenen Browser 'Chrome', der von vielen als dem Safari-Browser des iphone als gleichwertig angesehen wird. Für die Nutzung des Mail-Programmes braucht man ebenfalls eine Mailadresse von Google-Mail. Beides legt doch etwas den Verdacht nahe, dass Google das Handy doch nicht ganz so 'selbstlos' auf den Markt bringt. Wem aber das nicht stört, der kann die unbestrittenen Vorteile der Google-Produkte hier mit allen Funktionen voll nützen.  Schwächen hat das G1 hingegen noch im Standby-Betrieb. Weder neu eingegangene Post noch anstehende Termine werden angezeigt, ohne dass man davor ein entsprechendes Modul gestartet hat. Auch eine virtuelle Tastatur fehlt, sodass man immer erst die reale Tastatur ausklappen muss, wenn man nur eine Kleinigkeit zu erledigen hat. Eine Modemfunktion fehlt ebenso wie die Bearbeitbarkeit von Office- oder PDF-Dateien. Beide lassen sich zwar anzeigen, aber nicht ändern. Unserer Meinung nach eindeutig zu weit geht jedoch, dass man Google nicht nur erlaubt, automatisch alle Aktualisierungen der Software und Anwendungen durchzuführen, sondern auch selbstständig vom Nutzer aufgespielte Software und Anwendungen jederzeit entfernen zu dürfen. Das hinterlässt nicht nur einen extrem fahlen Beigeschmack zum Thema Privatsphäre, sondern kann durchaus auch zu einer hohen Datenverkehrsrechnung führen. Zumindest am Anfang, wenn mit häufigen Aktualisierungen gerechnet werden muss und man einen Vertrag mit begrenztem Datenvolumen hat. Billiges Vergnügen ist das G1 jedoch sowieso nicht, wenn man das G1 intensiv nützt. Über 800 Android-Programme lassen sich im Online-Shop bereits dafür ordern.  Unser Fazit: ein Handy, dass iPhone Qualitäten besitzt und teilweise übertrifft. Allerdings: heikel mit persönlichen Dingen und bedacht auf seine Privatsphäre sollte man nicht sein. Auch wenn eben Google versichert, keinerlei Daten zu speichern: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und gerade diese schließt Goolge durch die oben beschriebene 'automatische Aktualisierugs- und Entfernungszustimmung', durch die Vorschrift einer Google-Mail Adresse und Verwendung von Google-Chrome eigentlich aus.  Ab 30. Jänner ist das G1 (vorerst) exclusiv bei T-Mobile erhältlich. Es kostet bei einer monatlichen Grundgebühr von 39,00€ (Tarif: Extreme, 1GB Datenvolumen/Monat) mit 2GB Speicherkarte 99,00€. Am freien Markt (ohne SIM-Lock) wird es derzeit mit etwa 450,00€ gehandelt.  Gewicht: 158g Maße: 55,7 x 117,7 Akku: 1020min Sprechzeit / 400h Standby   Bild: © hersteller |

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