| König liebt König |
| Freitag, den 13. März 2009 um 01:00 Uhr |
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 Die Handlung des Stücks spielt in 'Traumistan', wo die alte, arbeitsmüde Königin Linda in den Ruhestand gehen will. Deshalb will sie den Thron ihrem Sohn Prinz Stern überlassen. Natürlich gehört dazu auch eine wirkliche Prinzessin, deshalb soll Prinz Stern vor der Krönung heiraten. Alle unverheirateten Prinzessinnen der Welt werden eingeladen, doch die richtige für den Prinzen scheint nicht dabei zu sein. Als die letzte Prinzessin in Begleitung ihres Bruders kommt, verliebt sich Prinz Stern in diesen. Anders als so oft im realen Leben wird das in 'Traumistan' jedoch vollkommen akzeptiert, das Stück endet mit einem großartigen Hochzeitsfest.  Die Produktion ist eine Kooperation des Theatervereins TheArte mit der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen. Sie wird von der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert und soll die Akzeptanz und das Eintreten gegen Homophobie im besonders wichtigen schulischen Bereich verankern. "Dieses Stück ist deswegen so wichtig", erläutert Wolfgang Wilhelm, Wiener Antidiskriminierungsbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, "weil Kinder in ihren Lebensrealitäten tagtäglich mit unterschiedlichen Familienmodellen konfrontiert sind, sei es im eigenen Zuhause, durch Wahrnehmung bei FreundInnen und SchulkollegInnen oder in Medien. Es ist daher auch die Aufgabe der Institution Schule, Kindern die verschiedenen Familienmodelle gleichberechtigt näherzubringen." Es gehe, so Wilhelm, also nicht nur darum, Kinder und Jugendliche in ihrer eigenen Identitätsfindung zu unterstützen und zu ermutigen, sich nicht von homophoben Umwelten in ihrer persönlichen Lebensgestaltung einschränken zu lassen, sondern auch darum, in der pluralen Gesellschaft relevante Themen wie eben Homosexualität vorurteilsfrei und altersentsprechend zu thematisieren und so den Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, sich in unserer modernen Gesellschaft zurechtzufinden und sich in diese zu integrieren. Die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bietet daher auch Schulklassen, die eine Aufführung von 'König und König' besuchen, auch heuer wieder kostenfrei eine ergänzende Nachbesprechungen des Themas in der Schule an.  Auch die Wiener Frauen- und Integrationsstadträtin Sandra Freuenberger freut sich über die Wiederaufnahme des Theaterstückes, denn Kinder sollen schon von möglichst klein auf lernen, dass Menschen ganz generell und im speziellen auch in ihrer sexuellen Orientierung und in ihrer PartnerInnenwahl individuell und unterschiedlich, aber trotzdem gleichwertig sind. Sie hat sogar den Ehrenschutz über dieses innovative Theaterprojekt übernommen.  Bild: Theresa Rauter  |
