| Insane in the Brain - Bounce in Wien |
| Donnerstag, den 07. Januar 2010 um 00:00 Uhr |
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 Als 1975 der Film 'Einer flog über das Kuckucksnest' in den Kinos erschien, regnete es Oscars. Fünf der höchsten Auszeichnungen der Filmindustrie gab es in den fünf als wichtigste bezeichneten Kategorien: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller und Beste Hauptdarstellerin. Ein Erfolg, den bisher nur 2 andere Filme erreichen konnten. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ken Kesey unter der Regie von Milos Forman handelt von dem kleinkriminellen Patrick, der sich - um dem Gefängnis zu entgehen - in eine psychiatrische Anstalt einliefern lässt. Dort findet er ein menschenverachtendes System und eine machtbesessene Oberschwester vor, die die Insassen mit Medikamenten und Elektroschocks ruhigstellt. Patrick, der sich dem 'System' nicht anpassen will, rebelliert gegen die strengen Regeln und bringt heilloses Durcheinander in die Anstalt.  Diese Story wird nun von Bounce, der erfolgreichsten Streetdance-Company Schwedens als 'Insane in the Brain' (Verrückt im Hirn) erstmals nach Österreich gebracht und vom 5. bis zum 17.Jänner im Wiener Museumsquartier aufgeführt. Das komplexe Thema des Films mit der in diesem enthaltenen Sozialkritik ohne Worte nur tänzerisch aufarbeiten zu wollen, stellte eine nahezu unmögliche Herausforderung an die Tänzer dar und man muss leider feststellen, dass das Unmögliche auch den Schweden nicht ganz gelungen scheint. Wer die Story des Films nicht kennt, wird wenig von der beabsichtigten Darstellung der Handlung verstehen. Da helfen auch die (einzigen) rund 5 gesprochenen Sätze am Anfang des Stückes kaum (zumal diese aus unverständlichen Gründen englisch gesprochen werden). Dass Viele unter 30-jährige - das wohl angesprochene Zielpublikum - den 35 Jahre alten Film nicht kennen, scheint hingegen klar.  Somit muss 'Insane in the Brain' wohl eine Abendunterhaltung für Streetdance-Fans bleiben, was allerdings nicht unbedingt ein Nachteil ist: Immerhin ist die tänzerische Leistung der Schweden großartig. 80 Minuten Höchstleistung und perfekte Körperbeherrschung, gemischt mit Hip-Hop und sogar einigen aktuellen Hits, bringen das Publikum zum Staunen. Von Metall bis Klassik, Jazz bis Tango, Missy Elliot bis Cypress Hill kommen alle Musikrichtungen zum Einsatz und auch die Choreografie muss hier gelobt werden. Alles in allem ein unterhaltsamer Abend - und wer mehr von der Handlung verstehen will, sollte sich vorher den Originalfilm ansehen.  Bild: |
