| Nach Missbrauch wird 'geheilt' |
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| Dienstag, den 09. März 2010 um 01:30 Uhr |
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 Der Erzabt von St. Peter in Salzburg Stadt gestand, dass er 'in einem einmaligen Fall' vor etwa 40 Jahren einen 12-jährigen Knaben sexuell missbraucht habe. Auch der Erzabt gehört dem Benediktinerorden an. Ganz freiwillig ist das Geständnis jedoch nicht erfolgt: Das damalige Opfer hat sich selbst Ende letzten Jahres an die Ombudsstelle gegen sexuellen Missbrauch der Erzdiözese Wien gewandt und so den Fall ins Rollen gebracht. Wie das Opfer im Ö1-Morgenjournal behauptet, wollte der Erzabt nachdem er sich an die Ombudsstelle gewandt hatte, sogar "5.000 Euro Schweigegeld" zahlen, damit das Opfer den Fall nicht weiter publik mache. Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser hat daher dem Erzabt den Rücktritt nahegelegt, das 'Schweigegeld-Angebot' bezeichnete der Erzbischof als 'beabsichtigte Schmerzensgeldzahlung'.  Allerdings soll der Erzabt nicht der einzige Geistliche gewesen sein, der sich an dem Knaben verging: Auch zwei andere Patres belastet das Opfer schwer. Diese sollen sich sogar jahrelang an dem damals anfängs 11-jährigen vergangen haben. Sechs Jahre lang soll das Opfer immer wieder sexuell missbraucht worden sein. Diese beiden Patres, die - wie man aus den Worten des Opfers heraushören kann - so eine Art 'offene Homo-Ehe' geführt haben sollen, sollen den Benediktinerorden später verlassen und in Klöstern in Oberösterreich und Bayern gelebt haben. Wie der ORF berichtet, sind die beiden 2005 in Marokko als Sextouristen festgenommen worden. Einer der beiden soll wegen schweren sexuellen Missbrauchs an minderjährigen Marokkanern rechtskräftig verurteilt worden sein, der Zweite letztes Monat in Bayern verstorben sein, ohne dass es eine Verurteilung gegeben habe.  In Vorarlberg sind hingegen die Zisterzienser betroffen: In einem Privatgymnasium soll es in den 1980er-Jahren offenbar ebenfalls zu Fällen von sexuellen Missbrauch gekommen sein. Ein Vater hatte sich bei der Schulleitung über den Missbrauch seines Sohnes beschwert. Entsprechend der auch (zumindest noch bis vor Kurzem) gültigen Diktion des Vorarlberger Weihbischofs Elmar Fischer, "Homosexualität ist eine heilbare, psychische Krankheit" (wir berichteten hier), wurde der Pater 'nach Tirol versetzt und einer Therapie unterzogen'. Strafanzeige wurde gegen den Pater damals nicht erstattet: "Der Vater hat damals dezidiert erklärt, auf eine Anzeige verzichten zu wollen, wenn der Pater sofort aus der Schule entfernt werde", berichtet der derzeitige Leiter der Privatschule den Vorarlberger Nachrichten. Der 'therapierte Pater' ist auch heute noch als Pfarrer einer Ötztaler Gemeinde tätig. Ob er 'von seiner Homosexualität geheilt' wurde, ist uns nicht bekannt. Nicht wieder als Pfarrer eingesetzt werden konnte hingegen ein anderer Pater aus Vorarlberg, der im Jahr 2001 ebenfalls einen Burschen 'aus dem Drogenmilieu' missbraucht hatte: Dieser Pater wurde deswegen gerichtlich verurteilt, lehnt aber "bis heute eine Therapie ab und kann daher niemals wieder eingesetzt werden". Er soll demnächst aufgrund seines Therapie-Unwillens seine priesterlichen Rechte und Pflichten verlieren.  Immerhin spricht sich der derzeitige Leiter des betroffenen Vorarlberger Gymnasiums für einen 'offeneren und menschenwürdigeren Umgang der Kirche mit der Sexualität' aus: Dass die röm.-kath. Kirche Homosexualität immer wieder mit Pädophilie gleichsetzt(e), führ(t)e natürlich dazu, dass 'sich Betroffene erst recht versteck(t)en'.  Bild: gayösterreich.at |


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