| Homo-Ehe auch in Portugal |
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| Freitag, den 18. Dezember 2009 um 00:00 Uhr |
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 Der portugiesische Ministerrat hat nämlich gestern den Gesetzesentwurf zur Öffnung der Homo-Ehe verabschiedet. Dieser sieht die Streichung der Definition der Ehe als Verbindung zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechts vor, womit diese künftig auch homosexuellen Paaren offenstehen soll. Er soll nun voraussichtlich bereits im Jänner im portugiesischen Parlament diskutiert werden.  Der Entwurf wurde von allen Mitte-Links-Parteien im Parlament unterstützt, die gemeinsam im Parlament eine Mehrheit haben. Einziger Wermuthstropfen ist, dass die Adoption von Kindern für homosexuelle Ehepaare auch künftig ausgeschlossen bleiben wird. Begründet wird dies, da Ehe- und Adoption zwei vollkommen verschiedene Gesetze seien. Hintergrund dafür ist, dass dieser Unterschied auch den rechts-konservativen Parteien die Möglichkeit gibt, ihre Argumentationslinie weiter zu vertreten. Die konservative Partei PSD erklärte bereits, es sei 'eine Beziehung mit Rechten und Pflichten, die geschützt werden müsse, jedoch handle es sich eben nicht um eine Ehe'. Somit dürfte der Gesetzesentwurf auch im Parlament eine satte Mehrheit erhalten und der Weg Portugals zum sechsten Land Europas, in dem die Homo-Ehe erlaubt ist, frei sein. Bekanntlich können homosexuelle Paare bereits in Belgien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Norwegen heiraten.  Natürlich lehnt die römisch-katholische Kirche und andere religiöse Gruppierungen im tief-religiösen Portugal den Entwurf entschieden ab. Zufrieden zeigt sich hingegen der Homosexuellenverband in Portugal, auch wenn man faktisch durch das fehlende Adoptionsrecht eine neue Diskriminierung schaffe. Aber immerhin habe man in Portugal jahrelang dafür gekämpft, endlich die Öffnung der Ehe auch in hier voranzutreiben. Das Hauptziel scheint somit demnächst erreicht.  Bild: parlament portugal |


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