| Callboys für den Vatikan |
| Samstag, den 06. März 2010 um 02:20 Uhr |
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 Nach Meldungen italienischer Zeitschriften soll die italienische Polizei im Besitz von Telefonmitschnitten sein, auf denen ein vatikanische Chorsänger der 'Cappella Giulia' in der Peterskirche zumindest einem hohen Mitarbeiter - einem 'Ehrenmann Seiner Heiligkeit' - einen Callboy anbietet: Genau sollen in Gesprächen die 'körperlichen Vorzüge' der Stricher - "ein gerade eingetroffener Deutscher, einer aus Neapel, ein Tänzer des staatlichen Rundfunks RAI oder ein Fussballer" - angepriesen worden sein. Der 40-jährige Chorsänger aus Nigeria soll regelmäßig vom Papst-Mitarbeiter für seine Vermittlungsdienste bezahlt worden sein. Auch ein Callboy, der gerade die Ausbildung zum Priester absolviert, soll 'im Programm des Vermittlers' gestanden haben.  Der Chorsänger gab die Vermittlertätigkeit zwar zu, will diese jedoch nur "auf Drängen des Ehrenmannes" durchgeführt haben. 50 Euro will er für seine Vermittlungsdienste pro Callboy, den er im Internet gefunden haben will, kassiert haben. Allerdings deckten italienische Medien auf, dass die Treffen des hohen Vatikanmitarbeiters mit den Callboys oft in der Privatwohnung des Nigerianers stattgefunden haben sollen. Auch war der nigerianische Chorsänger nicht der einzige 'Vermittler' für den 'Ehrenmann seiner Heiligkeit': Mitschnitte von Telefonaten mit einem anderen 'Agenturchef' sollen sich in den Ermittlungsakten der Polizei befinden. Demnach soll der 'Ehrenmann' bis zu 2.000 Euro für die Dienste eines Callboys bezahlt haben.  Der Vatikan reagierte 'auf die übliche Art' auf die Enthüllungen: Der Chorsänger, der, wie der Vatikan betont, "weder Priester noch sonst in irgendeiner kirchlichen Funktion tätig war", wurde sofort entlassen. Weitere Stellungnahmen seitens des Vatikans erfolgten bisher nicht. Der Vatikan versucht - wie so oft - die Affäre einfach 'totzuschweigen': "Der Mitarbeiter werde künftig nicht mehr zu offiziellen Zeremonien eingeladen und wohl nachdem 'Gras über die Sache gewachsen' sei, auch von der Liste der 'Ehrenmänner' gestrichen", vermutet ein Vatikan-Kenner.  Auch die Anwälte des beschuldigten Ehrenmannes wollten die Anschuldigungen bisher nicht kommentieren: Sie hätten sich "derzeit mit wichtigeren Themen" zu beschäftigen. Der hohe Mitarbeiter des Papstes befindet sich nämlich in Untersuchungshaft, ihm wird Korruption und die Verschwendung öffentlicher Gelder vorgeworfen. Im Zuge dieser Ermittlungen soll die Polizei auch auf die brisanten Telefonmitschnitte gestossen sein.  Bild: screenshot gayromeo |

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