| Bündnis für Solidarität |
| Donnerstag, den 27. Mai 2010 um 00:01 Uhr |
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 "München wehrt sich': Denn nach Ansicht der zahlreichen, im Müncher Schwulenviertel angesiedelten Lokalbetreiber - sei in letzter Zeit Diskriminierung und Gewalt in der Szene sind wieder Alltag, auch wenn 'bisher noch niemand darüber spricht'. Zahlreiche Verbände der Münchner Lesben-, Schwulen- und Transgenderszene haben deshalb ein Aktionsbündnis für Solidarität ins Leben gerufen.  Mit dem Aktionsbündnis, dem neben dem Anti-Gewalt-Projekt der psychosozialen Beratungsstelle für schwule Männer im Sub die Rosa Liste, Grüne, Schwusos, Die Linke, die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Diversity, die Münchner Aids-Hilfe, der Münchner Löwen Club, die Isarbiker, die Lesbenberatung LeTra, die Transgendervereine Transmann und Viva TS sowie die Philhomoniker angehören, wollen Münchens Schwule, Lesben und Transgender auf das Problem der wieder stärker um sich greifenden Diskriminierung aufmerksam machen, die sich gegen sie richtet. Szene und Öffentlichkeit wollen die Partner regelmäßig über schwulen-, lesben- und transfeindliche Handlungen informieren, Übergriffe dokumentieren.  Wie der Sub-Berater und Initiator des Anti-Gewalt-Projektes, Christopher Knoll meint, erlebe München derzeit ein starkes Ansteigen verbaler und psychischer Übergriffe im Kern der schwulen Szene, dem Glockenbachviertel. Das Anti-Gewalt-Projekt registriert seit über 15 Jahren Diskriminierung und Gewalt gegen Schwule, hilft den Opfern, die Folgen der Gewalt zu verarbeiten. "Aktuell ist die Szene durch eine noch ungeklärte Überfallserie auf Lokale im Viertel beunruhigt. Das Aktionsbündnis will der bedauerlichen Tatsache Rechnung tragen, dass auch in Zeiten zunehmender Sichtbarkeit homo- und transsexueller Menschen in der Öffentlichkeit das Diskriminierungspotenzial der Gesellschaft steigt. Wir möchten alle solidarischen Kräfte bündeln, dass München eine offene und solidarische Stadtgesellschaft bleibt," sagt Knoll.  Das Thema beschäftigt die Stadt München bereits seit einiger Zeit. So hat sich im Februar auf Anregung der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Stadtrat mit den schwulenfeindlichen Liedtexten von Dancehall-Sängern beschäftigt. Trotzdem verschwindet die Problematik schleichend aus dem öffentlichen Bewusstsein. Das neue Aktionsbündnis will dem entgegen wirken.  Bild: gayösterreich.at |

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