| Horst - der sanfte Stecher |
| Dienstag, den 12. Januar 2010 um 00:00 Uhr |
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 "Big Brother zeigt echte Menschen mit echten Geschichten und stellt seine Kandidaten vor große Herausvorderungen", meint der Programmdirektor von RTL2 und meint damit, dass in der 10. Staffel der Serie 'Big Brother', die diesen Montag startete, auch zwei HIV-infizierte Kandidaten mitspielen. Diese Tatsache sei von den Zuschauern und auch den Medien verantwortungsvoll aufgenommen worden: "Sowohl die Boulevardpresse als auch die renommierte Tagespresse berichtete über den Einzug des HIV-infizierten Paares ohne Vorurteile", meint der Direktor weiter. "HIV und die daraus folgende AIDS-Erkrankung sind ein gesellschaftlich relevantes Thema. Obwohl viele Informationen über die Krankheit bekannt sind, ist sie nach wie vor ein Tabuthema."  Bei dem schwulen Paar handelt es sich um den 'romantischen Gaucho Carlos', einem 45-jährigen Sänger und gebürtigen Argentinier, der mit seinem Lebenspartner, dem 42-jährigen 'Latin Lover Lover' Harald nun in Berlin lebt. "Big Brother bietet uns die Möglichkeit, die Zuschauer mit dem Thema HIV zu konfrontieren und darüber zu informieren", meinte Carlos und hoffte, dass die Mitbewohner von ihnen lernen könnten, mit HIV-positiven Menschen 'besser klar zu kommen'.  Nicht klar mit der HIV-Infektion der beiden kam hingegen der 41-jährige selbständige Tätowierer und gelernte Herrenausstatter 'Horst - der sanfte Stecher'. Er verließ bereits am ersten Tag das 'Big Brother Haus', nachdem das HIV-infizierte Pärchen seine Mitbewohner über die Infektion der beiden mit dem Virus informiert hatte. Horst begründete seine Entscheidung damit, dass er sich 'nicht mit ernsthaften Themen befassen' wolle und die Schwere der Erkrankung der beiden für ihn 'nicht hierher passe'. Das habe zwar 'nichts mit dem Paar persönlich zu tun', er könne aber 'gewisse Themen nicht ignorieren'.  Für Jörg Litwinschuh, dem Pressesprecher der Deutschen AIDS-Hilfe sei das ein Beweis dafür, dass HIV-Positive in unserer Gesellschaft immer noch stigmatisiert und diskriminiert werden. Die Deutsche AIDS-Hilfe begrüßt jedoch die Teilnahme von Carlos und seinem Lebenspartner Harald. Beide zeigen eindrucksvoll, dass man mit HIV selbstbestimmt leben kann und alle sozialen Alltagskontakte möglich sind. Dadurch würden die beiden Männer helfen, Vorurteile und unbegründete Ängste gegenüber HIV-Positiven abzubauen und zugleich ein Signal dafür setzen, dass es sich lohne, sich und andere vor einer HIV-Infektion zu schützen. Denn immerhin ist HIV derzeit eine schwere, nicht heilbare und chronische Krankheit.  Story und Bild: rtl2 |

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