| FPÖ wirbt für Schwulenroman |
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| Donnerstag, den 25. Februar 2010 um 01:20 Uhr |
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 Bei den derzeit stattfindenden Olympischen Winterspielen in Vancouver gibt es erstmals ein 'Pride House'. Es soll als Anlaufstelle für homosexuelle Besucher der Winterspiele, aber auch für homosexuelle Sportler dienen. Entstanden ist die Idee aus den immer üblichen, verschiedenen Nationenhäusern, dem Deutschlandhaus für Deutsche und deutsche Sportler, dem Österreicherhaus für Österreicher und österreichische Sportler, dem Schweizerhaus (Anm: Dem in Vancouver, nicht im Wiener Prater)... Warum, so der Organisator des Pride-Hauses, Dean Nelson, soll es nicht auch ein Haus für Homosexuelle geben? In das Olympische Dorf durfte das Haus jedoch nicht einziehen: Es befindet sich nun etwas versteckt am Rande des Olympia-Städtchens Whistler und will mit rosa, orange und gelber Farbe auf sich aufmerksam machen. Die etwa 100 Quadratmeter große Bar nicht gerade überlaufen, auch Sportler hat sich bisher - so die geheime Hoffnung von Dean Nelson - noch keiner hier geoutet. Aber das ist Nelson zwischenzeitlich egal: Er ist sich sicher, mit seinem 'Pride-House' Geschichte zu schreiben.  Das jedenfalls scheint ihm tatsächlich gelungen: Seine 'Geschichte' wurde nunmehr sogar von der rechten Internetseite unzensiert - zu deren Autoren niemand geringerer als der 3. Nationalratspräsident Martin Graf oder NR-Abgeordneter Walter Rosenkranz (beide FPÖ) gehören - erwähnt. Der Autor des Berichtes stellt die Sinnhaftigkeit eines derartigen Hauses infrage und gewinnt den Eindruck, dass sich Homosexuelle mit allen Mitteln in den Vordergrund drängen wollen: "Wirtschaftsverbände, Sportverbände, Referate an Universitäten und wer weiß, vielleicht kommt auch noch die Schwulen-und-Lesben-Schülervertretung", meint er und bringt damit eine nicht uninteressante Idee. "Als wäre es dem Bürger nicht egal, ob er seine Wurstsemmel oder sein Auto bei einer Lesbe kauft oder nicht!" Homosexuelle würden sich damit selbst in ein Eck stellen und eine Parallelgesellschaft bilden, aus der sie fordern, besser integriert zu werden. "Das permanent gebrüllte Kampfwort 'Diskriminierung' ergibt so nur noch von den Homos ausgehend einen Sinn," schließt der unbekannte Autor.  Interessant ist jedoch weniger der Artikel, sondern die auf der Webseite erscheinende Werbung für Thomas Ays neues Buch 'Romeo und Julian'. Dieser Roman handelt von einer Liebe zweier Schwulen mit gewissen Schwierigkeiten, verursacht durch die etwas seltsamen Lebensweisheiten einer katholischen Studentin und anderen, handelt (Himmelstürmer Verlag). Dass Martin Graf und Walter Rosenkranz zwar über von Lesben verkaufte Wurstsemmeln wettern, jedoch für von Schwulen verfasste Romane bewerben, entbehrt nicht einer gewissen Skurrilität.  Bild: screenshot |



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