| Heten-Gang-Bang-Skandal |
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| Dienstag, den 23. Februar 2010 um 01:30 Uhr |
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 Heterosexuelle sind brave Familienmenschen: Nach der Arbeit eilen die Heterosexuellen nach Hause und üben sich in ihrer ehelichen Pflicht, Kinder zu zeugen. Nicht umsonst wird auch bei der Hochzeit, ganz im Gegensatz zu einer Verpartnerung, "ewige Treue" geschworen. Dass dieses Bild der 'traditionellen, heiligen Ehe' jedoch heute so offenbar nicht mehr ganz zu stimmen scheint, zeigt uns die Aufregung um eine in der Wiener Secession stattfindende 'Ausstellung', die sich abends in einen 'Swingerclub' verwandelt. Während Klein-Sonnhild und Klein-Volker brav daheim im Bettchen liegt, vergnügen sich Mama-Barbara und Papa-Horst mit anderen braven Familienvätern und -müttern im 'Swingerclub Secession'.  Auf die Idee dazu kamen die Verantwortlichen der Wiener Secession erst im Jänner und begaben sich auf die Suche nach einem geeigneten Betreiber für den "hauseigenen Sexklub" (© BZÖ-Widmann). Nachdem renommierte Swingerclubs wie das Le Swing oder Frivoli dankend abgelehnt hatten - zu ungenau waren die Vorstellungen der Secessionsverantwortlichen, was eigentlich bezweckt sei -, fand man in den Betreibern des Clubs 'Element 6' offene Türen: Das Team verlegte den Betrieb der 'Swingerbar' vom 7. Wiener Gemeindebezirk für die Dauer der Ausstellung kurzerhand in die Wiener Secession und sorgt seitdem für heillose Aufregung.  Die ÖVP-Bezirksvorsteherin des 1. Wiener Bezirkes, Ursula Stenzel, beeilt sich jedenfalls zu versichern, dass ihre Zustimmung zu dem Projekt "unter Vortäuschung falscher Tatsachen erschlichen" wurde. Die Veranstalter hätten "wortwörtlich um Abänderung der Eignungsfeststellung der Secession für eine Ausstellung (Nachtklub mit einer Bühne, Separees und Bar) mit einer temporären Raumaufteilung im ersten Kellergeschoss angesucht." Natürlich kann man bei einem 'Nachtclub mit Bühne, Separees und Bar' keinesfalls an etwas Unanständiges denken. Nicht einmal dann, wenn gleichzeitig ein Konzessionsansuchen für 'Striptease' gestellt werde. Auch der Flyer zur Ausstellung (siehe Bild) und die Selbstbeschreibung des Klubs als eine "Bar für kontaktfreudige Paare und Singles" lässt natürlich keinerlei Rückschlüsse auf Erotik zu. "Alles weit entfernt von einem Swingerclub", meint Ursula Stenzel. Immerhin habe der Bezirk "keinen einzigen Euro für das Projekt ausgegeben".  Immerhin muss man der Bezirksvorsteherin zugutehalten, dass der Schweizer Christoph Büchel immer ein Geheimnis um das Thema seiner Ausstellungen macht. Allerdings ist er auch international für seine Skandalkunst bekannt, und welcher Art die geplante 'Ausstellung' sein wird, war den Verantwortlichen der Wiener Secession schon frühzeitig bekannt. Anderenfalls hätten sie wohl kaum bereits im Jänner fieberhaft einen Betreiber für einen Swingerclub in den heiligen Otto-Wagner-Hallen gesucht.  Heftige Kritik an der "von der SPÖ mit Steuergeldern geförderten Swinger-Orgie in der Secession, die jährlich 330.000 Euro aus dem Wiener Budget einstreift", übt auch der Wiener FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache: "Die Rathaus-SPÖ muss schon völlig durchgeknallt sein, wenn sie öffentlichen Gruppensex mit 90.000 Euro, die der Umbau für die Realisierung der verschwitzten Fantasien eines 'Künstlers' aus der Schweiz verschlungen hat, unterstützt", meint Strache entrüstet. "Nicht nur, dass SPÖ-Kulturstadtrat Mailath-Pokorny die ebenfalls aus Steuergeldern finanzierten Luxusgehälter im Wiener Kulturbetrieb nicht preisgeben will, schmeißt er öffentliche Mittel auch noch für Gruppensex-Orgien aus den Fenstern des Rathauses. Diese dümmliche Provokation mit dem Segen auch von Häupl, Brauner und Anderen reiht sich in die von der SPÖ geförderten Ausstellungen mit wirklichem 'Tiefgang', was das Niveau betrifft, ein." Unter einem Bürgermeister Strache hätte es Derartiges nicht gegeben.  Kritik, die der Vorsitzende des Kulturausschusses, SP-Gemeinderat Ernst Wollner, nicht nachvollziehen kann: "Radikalere Kunstformen regen die FPÖ offenbar zum sofortigen Geifern an." Kaum kommt eines der Themen hoch, vergesse die FPÖ die von ihr selbst gerne in Anspruch genommene Toleranz und fordere strenge Zensur, meinte Wollner in Reaktion auf die Aussage von FP-Kultursprecher Ebinger. Dieser hatte zuvor von einer "skandalösen Veranstaltung" gesprochen: "Gangbang-Partys und Domina-Kammern haben mit Kunst und Kultur rein gar nichts zu tun." Auch die freiheitliche Kultursprecherin Heidemarie Unterreiner sprach von einem "Niedergang von Kultur und Kunst, die die Bedeutung Österreichs als Kulturland nur noch verhöhnt".  Für das BZÖ meldete sich der Abgeordnete Rainer Widmann zu Wort. Er spricht von einer "perversen Steuergeldvernichtung". 200.000 Euro erhalte die Secession an jährlicher Subvention aus Mitteln des Ministeriums für Unterricht und Kunst, sowie zusätzlich 330.000 Euro jährliche Förderung durch die Stadt Wien. 90.000 Euro habe die Secession selbst "in ihren hauseigenen Sexklub gesteckt."  'Subvention und Täuschung' oder 'Kunst und Kultur' - eines zeigt der 'Skandal um die Wiener Secession' deutlich: Künftig wird man daran denken, wenn man wieder einmal über die 'perversen Praktiken der Homosexuellen' medial oder politisch herziehen will.  Bild: secession |



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