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Dienstag, den 09. März 2010 um 01:00 Uhr

Berlin: Die deutsche Bundeswehr hüpfte mit rosafarbenen Tarnanzügen in Afghanistan herum - allerdings nicht ganz freiwillig.

Deutschland gay Rosa ist eine warme Farbe, Rosa ist eine hübsche Farbe. Ob sie als solche jedoch auch die Soldaten der deutschen Bundeswehr empfunden haben, die aufgrund eines Fehlers einer Wäscherei mit rosafarbenen Tarnanzügen in Afghanistan Dienst machten, wissen wir leider nicht. 

 

Rosa ist eine warme Farbe: In der Natur ist sie in zarten Frühlingsblüten zu finden. Sie wirkt sanft, jung, frisch, verspielt und liebevoll, symbolisiert Liebe und Zuneigung und verdeutlicht ein gesteigertes Schutz- und Liebesbedürfnis.

 

Rosa ist eine hübsche Farbe. Früher herrschte der Brauch, kleine Mädchen in rosa und kleine Jungs in hellblau zu kleiden. Blaue Anzüge stehen jedoch auch alten Herren noch gut, Rosa würde wohl zu falschen Rückschlüssen auf den Träger führen. Nicht ohne Grund wählten die Nationalsozialisten den 'Rosa Winkel' als Kennzeichnung der Schwulen und wollten damit deren 'Unmännlichkeit' ausdrücken. Seit damals wird 'Rosa' selbst von Schwulen gerne als 'ihre Farbe' verwendet: Die RosaLila Villa, die Rosa Funken, die RosaLila PantherInnen,...  

 

Nun stelle man sich eine Armee mit rosa Tarnanzügen vor, die an vorderster Front im Kampfeinsatz steht. Undenkbar? Nein! Wie jetzt bekannt wurde, trug die Deutsche Bundeswehr rosafarbene Tarnanzüge während ihres Kampfeinsatzes in Afghanistan. Allerdings nicht ganz freiwillig: Die ungewöhnliche Farbe war auf ein falsches Waschmittel zurückzuführen, mit dem ein deutsches Unternehmen die Bundeswehr-Tarnanzüge wusch, wie das deutsche Nachrichtenmagazin Wirtschaftswoche nun aufdeckte. Selbst das Bundesverteidigungsministerium musste eine "Beeinträchtigung der Tarnwirksamkeit im ultravioletten Spektrum" eingestehen. Ob die Soldaten damals Freude mit ihrer rosafarbenen Kleidung hatten, wissen wir leider nicht.

 

Bild: fotomontage

 

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