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Sonntag, den 10. Januar 2010 um 00:10 Uhr

Belfast: 59-jährige 'Homosexuelle widerlicher als Kinderschänder' - Abgeordnete stolpert über Liebesaffäre mit 19-jährigem. 

England gay Jene Abgeordnete, die Homosexuelle mit Kinderschändern vergleicht, stolperte nun über eine Liebesaffäre mit einem 40 Jahre jüngeren Geliebten, dem sie mit rund 55.000 Euro ein Caférestaurant finanziert haben soll. Der 19-jährige Liebhaber hätte ein Enkel der damals 59-jährigen sein können.

 

Die 60-jährige Abgeordnete der Demokratischen Unionspartei (DUP), Sprecherin für Gesundheit, Jugend und Frauen, sowie Ehefrau des nordirischen First-Ministers Peter Robinson ist als fundamentale Christin aktives Mitglied der protestantischen Pentecostal Kirche und strenge Gegnerin von Homosexualität bekannt. Mehrere ihrer Aussagen über Homosexualität und Homosexuelle sorgten für Aufregung und Skandale. So meinte sie beispielsweise Juni 2008 in einem Radiointerview, dass Homosexualität eine Abartigkeit sei, die sie anekle: "Es gibt keinen abscheulicheren Akt, ausgenommen von Homosexualität und Sodomie, als ein Kind sexuell zu missbrauchen (...) Man muss der Gesellschaft den bestmöglichen Schutz vor solchen Perversen bieten." Sie würde jeden Homosexuellen an einen guten Facharzt für Psychiatrie verweisen. In einem späteren Interview bekräftigte sie ihre Einstellung noch durch die Aussage: "Ich kann mir nichts Abscheulicheres vorstellen als sexuellen Missbrauch von Kindern. Das ist vergleichbar mit einem homosexuellen Akt. Ich denke, die (Anm: Kinderschänder und Homosexuelle) sind alle miteinander vergleichbar? Ich fühle mich von beiden vollkommen abgestoßen." Auf den neuerlichen Aufschrei aufgrund dieser Aussagen in der Öffentlichkeit meinte Robinson nur: "Ich sage nur, was die Bibel, basierend auf Gottes Wort, sagt." Auf den Vorhalt, dass selbst die katholische oder protestantische Kirche ihre Einstellung nicht teile, erwiderte Robinson: "Ich bin erstaunt darüber, dass es Menschen überrascht, wenn ich aus der Bibel zitiere. Es beweist, dass die Kirchen entweder nicht das Wort Gottes predigen oder dieses verwässern (...) So wie ein Mörder durch das Blut Christi erlöst werden könne, können auch Homosexuelle von ihrer Krankheit erlöst werden." Trotz einer polizeilichen Untersuchung wegen ihrer Aussagen sieht sie sich selbst nicht als homophob: "Ich habe nichts gegen Homosexuelle", vermeinte sie. "Ich liebe die Sünder, aber nicht die Sünde." Alle Proteste nützten nichts: Frau Robinson blieb weiter im Amt und bezog weiterhin ihr Gehalt von rund 64.700 Pfund jährlich zuzüglich 20.500 Pfund Entfernungszulage (insgesamt rund 94.500 Euro).

 

Jetzt muss sie doch zurücktreten, allerdings nicht aufgrund ihrer Vergleiche zwischen Homosexuellen und Pädophilen, sondern aus einem ganz anderen Grund: Im Jahr 2008 - somit im selben Jahr, als Frau Robinson ihre Vergleiche zwischen Homosexuellen und Kinderschändern zog - hatte die (damals) 59-jährige verheiratete Mutter von drei Kindern eine Affaire mit einem Liebhaber, dem sie als Geliebte nicht nur ihren Körper, sondern auch finanzielle Zuschüsse für die Eröffnung eines eigenen Lokals zur Verfügung stellte. Es soll sich dabei immerhin um die Summe von über 50.000 Pfund (55.500 Euro) - zumindest teilweise aus öffentlichen Geldern - gehandelt haben. Ihr Liebhaber ist etwa halb so alt wie die leiblichen Kinder von Frau Robinson und war zum Zeitpunkt der Affäre 19 Jahre alt...

 

Doppelt dumm gelaufen: Kurz nachdem der 19-jährige die 'Subvention' erhalten hatte, endete die Liebschaft. Daraufhin soll Frau Robinson von ihrem Ex-Liebhaber gefordert haben, die Hälfte der Summe - 25.000 Pfund - an ihre Kirche zu überweisen.

 

Bild: PA / AP

 

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